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05.01.2012, 13:34
Hersteller besinnen sich besonders gerne ihrer Wurzeln, wenn eine neue Modellpräsentation ansteht. Peugeot stellt im Frühjahr ein neues Modell im Kleinwagensegment vor, den Peugeot 208. Und die Franzosen berufen sich auf ihre Historie und verweisen auf einen 100 Jahre alten Urahn.
Nur „einen Sous pro Kilometer“ – diese wegweisende Werbung kündigte 1913 den Bébé Lion Peugeot BP1 an. Entworfen hat ihn der legendäre Ettore Bugatti – ein guter Freund der Familie Peugeot. Er wird zum frühen für breitere Käuferschichten erschwinglichen Kleinwagen. Vorausgegangen war ein Kooperationsvertrag, der vor genau 100 Jahren zwischen der Familie Peugeot und dem genialen Konstrukteur Bugatti geschlossen wurde.
Bereits fünf Jahre zuvor war der erste Peugeot-Kleinwagen als Typ 69 in Produktion gegangen. Im Volksmund wurde er Bébé – Baby - genannt, rund 400 Exemplare baute Peugeot zwischen 1905 und 1912. Der putzige Zweisitzer, dessen Motor vorne untergebracht war und die Hinterräder antrieb, war eines der ersten Automobile überhaupt, die das Prinzip Kleinwagen begründeten.
Nach sechs Jahren Bauzeit war klar: Peugeot brauchte einen Nachfolger des Bébé. „Für schmale Geldbeutel, ein Volks-Auto“ steht im Lastenheft für den neuen Kleinwagen. Einen solchen bereits serienreifen Kleinwagen-Prototypen mit der Entwicklungsnummer 19 hatte Bugatti in seiner Werkstatt, den er ursprünglich für Wanderer entwickelt hatte. Schnell werden sich Peugeot und der im elsässischen Molsheim– nicht weit vom Peugeot-Stammsitz in der benachbarten Region Franche-Comté – ansässige Ingenieur über einen Lizenzvertrag handelseinig. Auch der Aufbau der Produktionslinie bei Peugeot erfolgt mit Unterstützung von Bugatti.
Der BP1 (Bugatti Peugeot Nummer eins) wirkte im Gegensatz zu seinem Vorgänger schon fast elegant Der nur 2,62 Meter lange Zweisitzer war als Kleinwagen für die Stadt ebenso geeignet wie für die Reise. Mit seinem 10 PS starken 0,9-Liter-Vierzylinder-Motor erreichte der 405 Kilogramm leichte Wagen eine Spitze von 60 km/h. Genug, um sogar Klassenerfolge bei damals legendären Rennen wie am Mont Ventoux zu erzielen.
Und er war auch für breitere Käuferschichten erschwinglich: 4.250 Franc (damals rund 3.300 Goldmark) kostete das einfache Modell des BP1, – der Opel Kleinwagen 5/12 PS war rund 1.000 Goldmark teurer, der Preis für einen Mercedes Simplex betrug mehr als das Sechsfache. So wurde der kleine Franzose zu einem frühen Bestseller: 3.095 Exemplare des BP 1 konnte Peugeot verkaufen, bis 1916 das Aus kam. Ursprünglich planten Peugeot und Bugatti, die Zusammenarbeit auf weitere Modellreihen auszudehnen – doch der Erste Weltkrieg verhinderte auch deren Realisierung.
Nur „einen Sous pro Kilometer“ – diese wegweisende Werbung kündigte 1913 den Bébé Lion Peugeot BP1 an. Entworfen hat ihn der legendäre Ettore Bugatti – ein guter Freund der Familie Peugeot. Er wird zum frühen für breitere Käuferschichten erschwinglichen Kleinwagen. Vorausgegangen war ein Kooperationsvertrag, der vor genau 100 Jahren zwischen der Familie Peugeot und dem genialen Konstrukteur Bugatti geschlossen wurde.
Bereits fünf Jahre zuvor war der erste Peugeot-Kleinwagen als Typ 69 in Produktion gegangen. Im Volksmund wurde er Bébé – Baby - genannt, rund 400 Exemplare baute Peugeot zwischen 1905 und 1912. Der putzige Zweisitzer, dessen Motor vorne untergebracht war und die Hinterräder antrieb, war eines der ersten Automobile überhaupt, die das Prinzip Kleinwagen begründeten.
Nach sechs Jahren Bauzeit war klar: Peugeot brauchte einen Nachfolger des Bébé. „Für schmale Geldbeutel, ein Volks-Auto“ steht im Lastenheft für den neuen Kleinwagen. Einen solchen bereits serienreifen Kleinwagen-Prototypen mit der Entwicklungsnummer 19 hatte Bugatti in seiner Werkstatt, den er ursprünglich für Wanderer entwickelt hatte. Schnell werden sich Peugeot und der im elsässischen Molsheim– nicht weit vom Peugeot-Stammsitz in der benachbarten Region Franche-Comté – ansässige Ingenieur über einen Lizenzvertrag handelseinig. Auch der Aufbau der Produktionslinie bei Peugeot erfolgt mit Unterstützung von Bugatti.
Der BP1 (Bugatti Peugeot Nummer eins) wirkte im Gegensatz zu seinem Vorgänger schon fast elegant Der nur 2,62 Meter lange Zweisitzer war als Kleinwagen für die Stadt ebenso geeignet wie für die Reise. Mit seinem 10 PS starken 0,9-Liter-Vierzylinder-Motor erreichte der 405 Kilogramm leichte Wagen eine Spitze von 60 km/h. Genug, um sogar Klassenerfolge bei damals legendären Rennen wie am Mont Ventoux zu erzielen.
Und er war auch für breitere Käuferschichten erschwinglich: 4.250 Franc (damals rund 3.300 Goldmark) kostete das einfache Modell des BP1, – der Opel Kleinwagen 5/12 PS war rund 1.000 Goldmark teurer, der Preis für einen Mercedes Simplex betrug mehr als das Sechsfache. So wurde der kleine Franzose zu einem frühen Bestseller: 3.095 Exemplare des BP 1 konnte Peugeot verkaufen, bis 1916 das Aus kam. Ursprünglich planten Peugeot und Bugatti, die Zusammenarbeit auf weitere Modellreihen auszudehnen – doch der Erste Weltkrieg verhinderte auch deren Realisierung.