Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Österreich - Das Auto Hochpreisland
Aus dem heutigem Online Standard (http://derstandard.at/standard.asp?id=876808):
"Teure Autos in Österreich
EU-Preisvergleich: 31 Modelle sind um mehr als 20 Prozent teurer als in anderen Euro-Ländern
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Brüssel - Österreich war auch knapp vor der Einführung des Euro gemeinsam mit Deutschland das teuerste Euro-Land für einen Autokauf, geht aus einem Preisvergleich der EU-Kommission hervor, der sich auf den 1. November 2001 bezieht und am Montag veröffentlicht wurde. Die Konvergenz der Autopreise (werkseitig empfohlener Einzelhandelspreis vor Steuern) habe noch nicht stattgefunden, merkt die EU-Behörde an.
31 der untersuchten 80 Automodelle kosten in Österreich um mindestens 20 Prozent mehr als einem anderen Euro-Land. Nur in Deutschland, wo 41 Modelle zum höchsten Preis innerhalb der Eurozone angeboten werden und 40 Modelle um mindestens 20 Prozent teurer sind als in günstigszen Euro-Land, muss der Konsument tiefer in die Tasche greifen. Besonders hoch seien die Preisunterschiede für Mittelklasse und kleinere Wägen, so die EU-Kommission.
[...]
Rentabler Preisvergleich
So richtig rentabel kann der Preisvergleich bei ausgefalleneren Modellen werden, wenn der Österreicher auch über die Grenze der Eurozone hinausschaut. So stand der Alfa Romeo 166 am 1. November 2001 in Österreich mit 25.516 Euro auf der Liste, in Dänemark waren es 18.041 Euro, knapp 7.500 Euro oder über 100.000 S weniger. "
:-{ Lupo
hi Lupo,
das muß man allerdings relativieren, da es sich um einen preisvergleich VOR steuer handelt. da wäre zum beispiel der audi a4 superbillig. nach steuern kostet er dort dann aber ats 745.000.- (!!!)
trotzdem finde ich gut, dass endlich einmal was unternommen wird...
ciao + lg.
steve
<blockquote>Zitat:</font><hr>Original erstellt von Steve:
hi Lupo,
das muß man allerdings relativieren, da es sich um einen preisvergleich VOR steuer handelt. da wäre zum beispiel der audi a4 superbillig. nach steuern kostet er dort dann aber ats 745.000.- (!!!)
trotzdem finde ich gut, dass endlich einmal was unternommen wird...
ciao + lg.
steve<hr></blockquote>
und mit 'da wäre' hab ich finnland gemeint... sorry hätt ich vielleicht dazuschreiben sollen :rolleyes:
see you
steve
Gordovan
26.02.2002, 18:11
Da geht es mir also genau wie euch...
<blockquote>Zitat:</font><hr>trotzdem finde ich gut, dass endlich einmal was unternommen wird...<hr></blockquote>
Ähhm? Was wird denn unternommen? Ich kann aus dem Bericht nur lesen, daß es eben bei uns teurer ist als in anderen EU-Ländern. Glaubt mir, bis da etwas geschieht baut Alfa den 159er.
Das einzige was dagegen hilft ist, selbst etwas zu unternehmen. In diesem Fall sollte man sich wirklich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen, das nächste Auto aus einem der EU-Länder zu importieren.
Hier noch ein paar interessante Links:
Liste mit mehr als 100 EU Autoimporteuren (http://www.bellnet.com/suchen/wirtschaft/auto/eg-imp.htm)
Die offizielle Seite der EU ->
EU Competition Car Sector (http://europa.eu.int/comm/competition/car_sector/)
Die Seite, über die man sich via Link die komplette
Liste mit Preisvergleichen (http://europa.eu.int/comm/competition/car_sector/price_diffs/)
ansehen kann.
Ciao, Michi! graemlins/dance.gif
Die EU-Vorschläge zur Neuordnung des Automobilmarktes sind da. Titel: Mehr Konkurrenz = billigere Autos. Die Kernpunkte: Vertragshändler dürfen künftig (ab Oktober 2003) verschieden Marken anbieten, das Service kann ausgelagert werden, und Händler dürfen in der ganzen EU Auslieferstellen eröffnen. Das heißt, dass ein dänischer Anbieter seine Autos in Ö zum viel günstigeren dänischen Nettopreis (und folglich günstigeren Bruttopreis) verkaufen könnte - was nur so lange Sinn hat, bis die Hersteller ihre Nettopreise vereinheitlichen. Und das wird passieren. Prominenter Gegner der Vorschläge ist Gerhard Schröder. Er befürchtet, dass sich EU-weit große Händlerketten etablieren, und die kleinen dabei draufgehen - ohne, dass die Auto günstiger werden.
Billiger werden Autos ganz sicher nicht
Hersteller vereinheitlichen Nettopreise in der EU / Weiter harsche Kritik an neuem GVO-Entwurf
Der "Wunsch" der EU-Kommission war den Automobilkonzernen offenbar Befehl: Kaum hatte die Kommission den neuesten Entwurf für den künftigen Automobilvertrieb vorgelegt, kündigten mehrere Hersteller die Neugestaltung ihrer Preisstrukturen an. Während aber die Kommission, die stets enorme Differenzen bei den Nettopreisen in den Mitgliedsstaaten anprangert, auf Verbilligungen hofft, verteuern die Hersteller jetzt in einigen Märkten Neufahrzeuge spürbar.
BMW, Mercedes-Benz und Porsche haben einheitliche EU-Preise für einzelne Modelle bereits angekündigt, jetzt folgen auch die Massenhersteller VW und Opel. Da es sich aber kein Hersteller leisten kann, auf Volumensmärkten wie Deutschland oder Frankreich auf Deckungsbeiträge freiwillig zu verzichten, werden eben auf kleinen Märkten die Preise erhöht. Das Risiko ist gering, den Mitbewerbern bleibt im Grunde ebenfalls keine Wahl.
Wettbewerb
Bei einer Podiumsdiskussion in der Wirtschaftskammer zur geplanten Neuregelung des Autovertriebes erklärte der Sprecher der heimischen Automobilimporteure, Felix Clary, denn auch kurz und bündig: "Es wird keine niedrigeren Preise geben. Diese Spekulation ist einfach das falsche Signal".
Wie berichtet, will die EU-Kommission mit einer Neuregelung der so genannten "GVO" (Gruppenfreistellungsverodnung) den bisher sehr streng reglementierten Autohandel in der EU liberalisieren. So soll etwa der Zwischenhandel explizit erlaubt sein und jeder Händler unter bestimmten Voraussetzungen überall in der EU Filialen aufsperren können. Unabhängigen Werkstätten soll der Zugang zu technischen Informationen erleichtert werden.
Der Präsident des europäischen Händlerverbandes Cecra, Jürgen Creutzig, warnte bei der Diskussion vor einem Massensterben unter den klein- und mittelständischen Kfz-Betrieben in der EU, wenn das bisherige System zerschlagen werden sollte. Dagegen erklärte der Berichterstatter des EU-Parlamentes, Christoph Conrad, die Strukturbereinigung sei ohnedies bereits im Gange. Die Kommission müsse neue Rahmenbedingungen für einen Wettbewerb unter den Händlern schaffen.
Quelle: Kurier vom 9.März 2002
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