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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Technik: CR III serienreif


alfistagtv6
12.05.2003, 06:18
Ciao dieselisti! ;)

Diesmal gibt es News zur Dieseltechnik von Bosch: :rolleyes:
(von Bertelsmann online)

09. Mai 2003: Die Serienfertigung der 3. Generation Common Rail von Bosch, die im Wesentlichen durch die neue "Piezo-Inline-Technik" gekennzeichnet ist, hat begonnen. "Die Piezo-Inline-Injektoren der 3. Generation Common Rail sind schneller, feiner und kleiner", charakterisiert Dr. Bernd Bohr, Geschäftsführer bei Bosch verantwortlich für Dieseltechnik, die wesentlichen Unterschiede zu der bisher angewandten Technik mit Magnetventil- und Piezoinjektoren. Erstmals komme der wichtigste Vorteil der Piezotechnik - nämlich die Schnelligkeit - voll zum Tragen. Für den Fahrer bedeute der Entwicklungssprung geringere Schadstoffemissionen und einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch, ein Plus an Motorleistung und leisere Dieselmotoren. Erste Fahrzeuge, die mit der 3. Generation Common Rail ausgestattet sind, werden auf der Internationalen Automobilausstellung 2003 in Frankfurt zu sehen sein.

Beim Übergang von der 1. Generation Common Rail zur 2. steigerten die Entwickler von Bosch den Einspritzdruck von damals 1.350 auf 1.600 bar. Heute steht mit dem Wechsel zur 3. Generation die "technische Raffinesse" des Systems im Mittelpunkt, während der Druck beibehalten wird. Die "hydraulische Schnelligkeit des Systems" resultiere im Wesentlichen aus dem hohen Integrationsgrad des Piezo-Inline-Injektors. Die Ingenieure von Bosch reduzierten die bewegte Masse um 75 Prozent sowie die Zahl der bewegten Teile von vier auf eins und erreichten so nach eigenen Angaben, dass ihr Piezo-Inline-Injektor doppelt so schnell ist wie andere Injektoren mit Magnetventil- oder Piezosteuerung. Mit herkömmlicher Common-Rail-Technik lässt sich der Einspritzvorgang maximal in sieben Teileinspritzungen aufteilen - die 3. Generation hingegen erlaubt dem Motorenentwickler, den Einspritzvorgang in beliebig vielen Schritten zu formen. Er kann nun die Einspritzmengen im Teillastbereich feiner und kleiner dosieren. Die Folgen beziffert Bosch unter anderem mit um bis zu 20 Prozent niedrigeren Emissionen und bis zu sieben Prozent mehr Motorleistung.

Parallel dazu kündigt der Zulieferer bereits heute die nächste Steigerung des Maximaldrucks beim Bosch-Common-Rail an. So sollen schon im Jahr 2005 Pkw-Systeme mit 1.800 bar in Serie gehen. Auch Drucksteigerungen auf mehr als 2.000 bar an den Einspritzdüsen seien hier durch Druckübersetzung erzielbar, ohne den Systemdruck selbst steigern zu müssen. Bosch arbeitet ebenfalls schon heute an der 4. Generation Common Rail. Der Clou dieser Entwicklungsstufe soll die so genannte Variodüse sein. Bislang haben Injektoren eine Lochreihe mit fünf bis sieben Düsenlöchern, durch die der Kraftstoff in einer Schaltstufe möglichst fein im Brennraum verteilt wird. Die Variodüse hingegen hat zwei Lochreihen, die sich in zwei Stufen schalten lassen. Die erste Stufe öffnet die erste Reihe mit sehr kleinen Lochdurchmessern und erlaubt eine präzise Kraftstoffzumessung im Leerlauf oder Teillastbereich und damit noch niedrigere Emissionen und Verbräuche. In der zweiten Stufe öffnen sich die restlichen Düsenlöcher und stellen "binnen kürzester Zeit" eine genau bemessene große Kraftstoffmenge zur Verfügung, wodurch die maximal verfügbare Motorleistung steigt.

Bei so viel Licht sei an dieser Stelle auch der Vollständigkeit halber an die Schattenseiten der Technik hingewiesen:

Feinstaubbelastung
Höheres Konstruktionsgewicht -> Umweltbelastung
Einsatz "untergeordneter" Dieselqualitätssorten nicht möglich
geringe spezifische Leistungsausbeute
begrenzt nutzbare Leistung- und Drehmomentabgabe
(...)

Saluti, alfistagtv6.

ENZO
13.05.2003, 09:39
ciao!!

wozu das ganze?

diese bösen feinen ruß-partikel sind doch tödlich für unsere raucher! wozu feiner diesel ruß wenn es doch legal noch alk gibt!
das ist für mich nn endgültig ein grund nicht mehr ins dieselregal zu greifen! ;)
da ich bei bosch im schabenlande jemanden sitzen habe weiss ich das noch lange nicht von serienreife gesprochen werden kann da die piezo´s noch nicht ganz mitspielen!
aber der probemurrl der gebaut wurde leider ein franzose geht recht ordentlich mit dieser technik!

Heinz

alfistagtv6
13.05.2003, 09:59
Ciao Heinz!



aber der probemurrl der gebaut wurde leider ein franzose geht recht ordentlich mit dieser technik!
Die Franzosen haben aber eine Schwachmatiker Technik, die nicht wartungsfrei ist. ;) Das wollte und kann man sich bei den Italienern - und dem Rest der hart kalkulierenden Industrie - schlicht nicht leisten. Ausserdem hat der dt. Gesetzgeber die steuerbevorteilte Norm D4 freigegeben, die man bei kleinvolumigen Triebwerken (somit näher dem Ideal-Diesel-Prozess) auch ohne Filter schafft. Also ist da schon jehrelang kein Druck drauf. Die Geschichte vom Kat hat ja gezeigt, dass ohne dem niemand "freiwillig" investiert. :rolleyes:

Hättest was gesagt hätt ich Dir den Russfilter von Fiat anno 1993 gezeigt, der natürlich funktioniert. :D Die Aufgabe alle paar Tausend Kilometer ungefährlich den Dreck abzubrennen kann man jedenfalls auch ohne Peugeot-Additiv (auch am 156) lösen.

Danke für den Hinweis, dass die Piezos noch teilw. spinnen. Wer verbaut das CRIII-Zeug schon? Man hört von Audis grossem Diesel so wenig, hehe ...

Saluti, alfistagtv6.