Yellow Abarth
05.01.2003, 12:59
Versprochen ist
versprochen . . .
Fiat Stilo Selespeed Abarth. Ein Jahr und 40.000 Kilometer –
unsere große Abrechnung.
Zitiert. Die wichtigsten Röhrl-Urteile im Rückspiegel: Hat der Stilo gehalten, was er versprochen hat?
VON DIDI HUBMANN
Sein letzter großer Einsatz war der Pariser Autosalon, souverän legte er in drei Tagen zweieinhalbtausend Kilometer zurück. Zu unserem Abschied sagen wir aber nicht leise Servus, sondern bringen die markigsten Sprüche und Urteile, die wir gesammelt haben – und kommentieren sie mit unserer Abschlusswertung in den Kategorien Design, Motor, Fahrwerk und Wirtschaftlichkeit.
Design. „Sexy sind wir auf eine andere Art und Weise – wir haben die Funktion im Auge. Wir machen kein Abendkleid oder einen Minirock, sondern ein Kostüm mit persönlicher Note. Und er ist nicht deutsch, sondern europäisch“, ließ uns Stilo-Designer Peter Fassbender zur Weltpremiere wissen. Ein Jahr danach müssen wir zugeben: Der Stilo hat in der Formensprache die besten Karten im Kompaktsegment, der neue Renault Megane mag futuristischer wirken, aber der Stilo polarisiert im Gegensatz dazu nicht so stark. Wir bevorzugen den Dreitürer, weil er knackiger dasteht, der Fünftürer bleibt smarter (verschiebbare Rücksitzbank . . .). Platzangebot? Üppig, mit vielen Verstellmöglichkeiten (Lenkrad, Sitze . . .).
Motor. „Abarth steht für Sound und satte Leistung und so macht sich der Stilo mit 170 PS hervorragend“, urteilte Auto&Mobil-Cheftester Walter Röhrl zu unserem Dauerteststart. Dem können wir uns nach einem Jahr nur anschließen: Kraftentfaltung und Laufruhe sind absolute Pluspunkte. Im Finish (nach langen und schnellen Autobahnfahrten in Deutschland) verlangte der Stilo gierig nach Öl, ein Extra-Werkstättenstopp machte ihn wieder genügsam. Einzig und allein verbesserungswürdig: die Halbautomatik. Ein Sechsganggetriebe wäre bei der Kraft (170 PS) empfehlenswert, die Abstimmung zwischen den Gängen harmoniert nicht. Mit viel Gefühl (weg vom Gas beim Schalten!) wird es besser.
Fahrwerk. Wieder ist Walter Röhrl am Wort: „Der Wagen ist so gut abgestimmt, dass das ESP kaum eingreifen muss.“ Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen, rein subjektiv könnte fürs sportliche Fahren lediglich die Vorderachse etwas straffer abgestimmt sein. Aber auf langen Strecken und das ist eine weitere, ganz große Stärke des Stilo, genießt man sowieso lieber den Komfort. Feine Arbeit: Handling, Lenkung sowie die Bremsen,
Wirtschaftlichkeit. Röhrl, die Dritte: „In Bezug auf die Mobilität von morgen ist der Stilo der bessere Golf.“ Das betrifft das Telekommunikationssystem Connect, mit Navigation, Telefon und einem auf Knopfdruck abrufbereiten Call-Center, das vom Restaurant bis zum historischen Bauwerk europaweit alles findet und samt Navigation aufs Display spielt. Gut im Rennen liegt man mit der Ausstattung und dem Preis: Der neue Golf wird sich anstrengen müssen.
Fiat Stilo Abarth
Selespeed
Preis: 26.400 Euro für den Dreitürer, 26.900 für den Fünftürer.
Motor: 2446 ccm; 5-Zylinder/20 Ventile; 170 PS bei 6000 U/min; max. Drehmoment von 221 Nm bei 3500 U/min.
Antrieb: Selespeed/5-Gang-Automatik; Vorderrad.
Fahrwerk: Einzelradaufhängung; McPherson mit Schwinglenkern; doppelt wirkende Teleskop-Stoßdämpfer; h. Verbundlenkerachse; hydraulische Teleskop-Stoßdämpfer; Schraubenfedern.
Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h 8,5 sek; Spitze 215 km/h.
Verbrauch: 7,6/13,5/9,7 l städtisch, außerstädtisch, gesamt; Testverbrauch: 10,5 l/100 km.
Ausstattung: 8 Airbags; ESP; ABS; Connect-Nav* (Radio/CD, Navigationssystem . . . ) Klimaautomatik, Parksensor.
Knackig. Ein Design, das wir im Laufe des Jahres immer besser verstanden haben
Letzter, großer Ausritt: Stilo in Paris
Halbe Sache. Die Halbautomatik erfordert viel Gefühl, beim Einparken darf man Linksbremsen üben
Infotainment. Radio, Telefon, Navigation und Connect, auf einem Bildschirm vereint. Smart
In Kombination. Fiat erweitert seine Stilo-Modelpalette im Jahr 2003 um den Kombi Multi Wagon. Die wichtigsten Details? Erstens verfügt er über ein beachtliches Kofferraumvolumen (510 bis 1480 l) sowie in der Längsrichtung verstellbare Rücksitze, eine erhöhte Sitzposition, eine seperat zu öffnende Heckscheibe . . .
Informativ. Gewissermaßen das Service-Center: übersichtlich deutsch und italienisch locker
Konzentriert. Ein Quantensprung für die verspielten Italiener: logischer Aufbau der Bedienelemente
versprochen . . .
Fiat Stilo Selespeed Abarth. Ein Jahr und 40.000 Kilometer –
unsere große Abrechnung.
Zitiert. Die wichtigsten Röhrl-Urteile im Rückspiegel: Hat der Stilo gehalten, was er versprochen hat?
VON DIDI HUBMANN
Sein letzter großer Einsatz war der Pariser Autosalon, souverän legte er in drei Tagen zweieinhalbtausend Kilometer zurück. Zu unserem Abschied sagen wir aber nicht leise Servus, sondern bringen die markigsten Sprüche und Urteile, die wir gesammelt haben – und kommentieren sie mit unserer Abschlusswertung in den Kategorien Design, Motor, Fahrwerk und Wirtschaftlichkeit.
Design. „Sexy sind wir auf eine andere Art und Weise – wir haben die Funktion im Auge. Wir machen kein Abendkleid oder einen Minirock, sondern ein Kostüm mit persönlicher Note. Und er ist nicht deutsch, sondern europäisch“, ließ uns Stilo-Designer Peter Fassbender zur Weltpremiere wissen. Ein Jahr danach müssen wir zugeben: Der Stilo hat in der Formensprache die besten Karten im Kompaktsegment, der neue Renault Megane mag futuristischer wirken, aber der Stilo polarisiert im Gegensatz dazu nicht so stark. Wir bevorzugen den Dreitürer, weil er knackiger dasteht, der Fünftürer bleibt smarter (verschiebbare Rücksitzbank . . .). Platzangebot? Üppig, mit vielen Verstellmöglichkeiten (Lenkrad, Sitze . . .).
Motor. „Abarth steht für Sound und satte Leistung und so macht sich der Stilo mit 170 PS hervorragend“, urteilte Auto&Mobil-Cheftester Walter Röhrl zu unserem Dauerteststart. Dem können wir uns nach einem Jahr nur anschließen: Kraftentfaltung und Laufruhe sind absolute Pluspunkte. Im Finish (nach langen und schnellen Autobahnfahrten in Deutschland) verlangte der Stilo gierig nach Öl, ein Extra-Werkstättenstopp machte ihn wieder genügsam. Einzig und allein verbesserungswürdig: die Halbautomatik. Ein Sechsganggetriebe wäre bei der Kraft (170 PS) empfehlenswert, die Abstimmung zwischen den Gängen harmoniert nicht. Mit viel Gefühl (weg vom Gas beim Schalten!) wird es besser.
Fahrwerk. Wieder ist Walter Röhrl am Wort: „Der Wagen ist so gut abgestimmt, dass das ESP kaum eingreifen muss.“ Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen, rein subjektiv könnte fürs sportliche Fahren lediglich die Vorderachse etwas straffer abgestimmt sein. Aber auf langen Strecken und das ist eine weitere, ganz große Stärke des Stilo, genießt man sowieso lieber den Komfort. Feine Arbeit: Handling, Lenkung sowie die Bremsen,
Wirtschaftlichkeit. Röhrl, die Dritte: „In Bezug auf die Mobilität von morgen ist der Stilo der bessere Golf.“ Das betrifft das Telekommunikationssystem Connect, mit Navigation, Telefon und einem auf Knopfdruck abrufbereiten Call-Center, das vom Restaurant bis zum historischen Bauwerk europaweit alles findet und samt Navigation aufs Display spielt. Gut im Rennen liegt man mit der Ausstattung und dem Preis: Der neue Golf wird sich anstrengen müssen.
Fiat Stilo Abarth
Selespeed
Preis: 26.400 Euro für den Dreitürer, 26.900 für den Fünftürer.
Motor: 2446 ccm; 5-Zylinder/20 Ventile; 170 PS bei 6000 U/min; max. Drehmoment von 221 Nm bei 3500 U/min.
Antrieb: Selespeed/5-Gang-Automatik; Vorderrad.
Fahrwerk: Einzelradaufhängung; McPherson mit Schwinglenkern; doppelt wirkende Teleskop-Stoßdämpfer; h. Verbundlenkerachse; hydraulische Teleskop-Stoßdämpfer; Schraubenfedern.
Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h 8,5 sek; Spitze 215 km/h.
Verbrauch: 7,6/13,5/9,7 l städtisch, außerstädtisch, gesamt; Testverbrauch: 10,5 l/100 km.
Ausstattung: 8 Airbags; ESP; ABS; Connect-Nav* (Radio/CD, Navigationssystem . . . ) Klimaautomatik, Parksensor.
Knackig. Ein Design, das wir im Laufe des Jahres immer besser verstanden haben
Letzter, großer Ausritt: Stilo in Paris
Halbe Sache. Die Halbautomatik erfordert viel Gefühl, beim Einparken darf man Linksbremsen üben
Infotainment. Radio, Telefon, Navigation und Connect, auf einem Bildschirm vereint. Smart
In Kombination. Fiat erweitert seine Stilo-Modelpalette im Jahr 2003 um den Kombi Multi Wagon. Die wichtigsten Details? Erstens verfügt er über ein beachtliches Kofferraumvolumen (510 bis 1480 l) sowie in der Längsrichtung verstellbare Rücksitze, eine erhöhte Sitzposition, eine seperat zu öffnende Heckscheibe . . .
Informativ. Gewissermaßen das Service-Center: übersichtlich deutsch und italienisch locker
Konzentriert. Ein Quantensprung für die verspielten Italiener: logischer Aufbau der Bedienelemente